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Kindersitz vorne? Das sollten Eltern beachten!

Kindersitz-vorne

 

Wann darf ein Kindersitz auf den Beifahrersitz?

 

Heißt es Baby oder Kleinkind an Bord, stellen sich Eltern häufig die Frage, ob der Kindersitz vorne oder hinten im Auto montiert werden soll. Dabei hat eine Unterbringung auf dem Beifahrersitz viele Vorteile. Zum Beispiel können Mama oder Papa während der Fahrt schnell mal zum kleinen Passagier rüber schauen, ohne den Blick von der Straße nehmen zu müssen. Tatsächlich ist es seit 1993 erlaubt, dass die Kleinen unter bestimmten Voraussetzungen vorne mitfahren dürfen. Doch wie sicher ist der Transport auf der Beifahrerseite, welcher Kindersitz darf auf den Beifahrersitz und was gilt es zu beachten?

 

Wann dürfen Kinder vorne sitzen?

 

Heutzutage werden Kinder überwiegend auf der Rückbank transportiert, doch es kann auch Gründe geben, die Ausnahmen darstellen. Fahren zum Beispiel mehr als zwei Kleinkinder gleichzeitig mit, kann es auf der Rücksitzbank ganz schön eng werden. In wenigen Fällen, sofern die Kleinen das entsprechende Alter haben, kann auf schmale Kindersitzerhöhungen zurückgegriffen werden. Kindersitze hingegen benötigen viel Platz, sodass sich häufig nur zwei Rückhaltevorrichtungen nebeneinandersetzen lassen. Für einen dritten Kindersitz bleibt dann lediglich noch der Beifahrersitz übrig. Das trifft auch auf Sport- oder Kompaktwagen zu, die gar keine oder nur eine sehr knapp bemessene Rückbank besitzen.

 

Was ist gesetzlich vorgeschrieben und dürfen Kinder überhaupt vorne sitzen?

 

Die 1993 eingeführte Kindersitzpflicht schreibt vor, dass Kinder bis zu einem Alter von zwölf Jahren oder einer Körpergröße von unter 150 Zentimetern in einem geeigneten Kindersitz befördert werden müssen. Sind sie älter oder größer, können sie bereits mit dem Dreipunktgurt des Autos gesichert werden.

Dabei ist nicht vorgeschrieben, ob der Nachwuchs hinten oder vorne sitzen muss. Rein rechtlich dürfen somit auch kleinere und jüngere Kinder auf dem Beifahrersitz mitfahren, sofern eine entsprechende Rückhaltevorrichtung (Babyschale, Kindersitz oder Sitzerhöhung) genutzt wird.

 

Was besagen die Sicherheitsvorschriften und welche Konsequenzen drohen?

 

Allerdings: Einen Kindersitz vorne zu befestigen, ist gar nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick erscheint. Denn moderne Fahrzeuge sind heute alle mit Aufprallschutzsystemen für Fahrer und Beifahrer wie zum Beispiel Airbags ausgestattet. Diese sind meist im Armaturenbrett und vielfach auch in den Seitentüren installiert und können beim Auslösen für Kleinkinder sehr gefährlich werden. 

 

Kindersitz-vorne-Airbag-Symbol

Eltern müssen also sicherstellen, dass die Airbags für die Dauer der Fahrt ausgeschaltet sind. Ob das beim genutzten Fahrzeug möglich ist, lässt sich in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs nachlesen oder beim Hersteller erfragen. 

 

Erziehungsberechtigte, die sich nicht an die Kindersitz-Vorschrift der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) halten, müssen mit Bußgeldern von 30 bis 70 Euro rechnen sowie einem Punkt in der Flensburger Verkehrssünderdatei. Und wer ein Kleinkind bei aktiviertem Airbag im rückwärtsgerichteten Kindersitz auf der Beifahrerseite befördert, dem droht außerdem ein Verwarngeld von 25 Euro.

Tipp: Der Platz hinter dem Beifahrer ist für den Nachwuchs am sichersten. Zusätzlich ist der Ausstieg in Richtung Gehweg und somit weg von der Straße möglich. Falls der Beifahrersitz frei bleibt, kann dieser nach vorne geschoben werden, wodurch noch mehr Platz für den Nachwuchs auf der Rückbank gewonnen wird. Mit vorgeschobenem Sitz können die Kleinen vom Fahrer gut im Auge behalten werden. Noch bessere Sicht auf den Nachwuchs kann durch einen Baby-Rückspiegel gewonnen werden. Dann kann Mini auch reboard auf der Rückbank optimal im Blick behalten werden.

 

Worauf muss sonst noch geachtet werden?

 

Ob und wie ein Kindersitz vorne eingebaut werden kann, ist abhängig vom Fahrzeugtyp sowie vom Kindersitzmodell. Orientierung geben hier die jeweiligen Gebrauchsanleitungen. Einige Fahrzeughersteller raten grundsätzlich davon ab, Kindersitze auf der Beifahrerseite zu befestigen – zum Beispiel, wenn ein Seitenairbag vorhanden ist. Zudem ist nicht jeder Kinderautositz für den Beifahrersitz geeignet. Im Handbuch des Autos ist häufig ebenfalls vermerkt, wenn spezielle Kindersitze vorgeschrieben sind.

 

Mit Reboarder auf dem Beifahrersitz, ist das möglich?

 

Neben einer allgemeinen Kindersitzpflicht ist ebenfalls vorgeschrieben, dass Kinder unter einem Körpergewicht von 9 Kilogramm oder 15 Monaten im Auto rückwärtsgerichtet mitfahren sollen. Diese Regelung gilt unabhängig davon, ob der Kindersitz vorne oder hinten verwendet wird.

Aber lässt sich ein Reboarder-Kindersitz auch so ohne Weiteres auf dem Beifahrersitz befestigen? Aus Sicherheitsgründen ist dies nur zulässig, wenn sich der Front-Airbag deaktivieren lässt. Insbesondere ältere Fahrzeuge bieten diese Funktion oft nicht. Bei neueren Autos sind dagegen serienmäßig Airbag-Schlüsselschalter vorhanden oder können in der Werkstatt nachgerüstet werden. Zudem ist es nicht immer einfach, den Kindersitz so auszurichten, dass der Fahrer eine ungehinderte Sicht auf den rechten Außenspiegel hat.

 

Isofix auf dem Beifahrersitz, geht das?

 

Viele Kindersitze sind zudem mit einer komfortablen Isofix-Befestigung ausgestattet. Dabei greifen ausfahrbare Arme in entsprechende Aufnahmen des Fahrzeugsitzes. Bei vielen Rücksitzbänken gehört die Isofix-Aufnahme heute daher bereits zur Standardausstattung – jedoch nicht unbedingt bei Beifahrersitzen. Je nach Automarke lässt sich diese eventuell nachrüsten. Dann benötigt der Kindersitz zudem noch eine weitere Halterung, zum Beispiel eine höhenverstellbare Stütze, die in den Fußraum gestellt wird oder ein sogenannter Top-Tether, der sich an der Rückseite des Autositzes befestigen lässt. Falls kein Isofix-System vorhanden ist oder nachgerüstet werden kann, erfolgt die Fixierung über den Dreipunktgurt (ECE R44/03 und 04 Zulassung).

 

Osann Kindersitze sind für vorne oder hinten geeignet

 

Der Hersteller Osann führt ein großes Sortiment an Kindersitzen, die sich gleichermaßen auf der Rücksitzbank oder auf dem Beifahrersitz befestigen lassen. Darunter sind ebenfalls viele Reboarder und Modelle, die über eine Basis mit Isofix-Anbindung verfügen. Eine besonders schmale Alternative stellt beispielsweise der Up dar, mit dessen Hilfe eventuell sogar auf das Nutzen des Beifahrersitzes verzichtet werden kann.

 

schmale-Sitzerhöhung-Up-Osann

 

Alle Osann Kindersitze entsprechen den gültigen Normen ECE R44/03 und 04 oder ECE R129 (i-Size). Für den Extra-Komfort empfehlen sich zudem drehbare Kindersitze mit einer 360-Grad-Vorrichtung, die das Ein- und Aussteigen erleichtern und einen einfachen Wechsel der Fahrtrichtung erlauben.

Ganz gleich, ob sich Eltern für einen mitwachsenden Kindersitz ab Geburt oder für ein Modell mit fester Größenklasse entscheiden – alle Kinderautositze von Osann bieten einen hohen Sitz- und Ruhekomfort für die Minis. Zugleich erfüllen sie durch mehrfach höhenverstellbare Kopfstützen, automatische Gurtsysteme und geprüften Seitenaufprallschutz moderne Sicherheitsanforderungen. So können die kleinen Schätze gut behütet reisen.

Produktempfehlung: Den Nachwuchs mit dem Osann Baby-Rückspiegel immer im Auge behalten!

 

 

 Die wichtigsten Punkte nochmals im Überblick:

  • Für Kinder unter 12 Jahren oder 150 cm greift das Kindersitz-Gesetz.
  • Laut StVO dürfen Kinder bereits ab der Geburt auf dem Beifahrersitz befördert werden, wenn ein geeigneter Kindersitz vorhanden ist.
  • Bei rückwärtsgerichteten Kindersitzen muss der Front-Airbag der Beifahrerseite ausgeschaltet werden.
  • Regelverstöße ziehen Bußgelder und Punkte in Flensburg nach sich.
  • Nicht alle Kindersitze sind für den Beifahrersitz geeignet.
  • Modelle mit Isofix lassen sich auch vorne befestigen, wenn eine entsprechende Vorrichtung vorhanden ist.

 

 

Klare Empfehlung: Die Rückbank ist der sicherste Platz im Auto!

 

Zwar können Kindersitze heute vielfach auch auf dem Beifahrersitz befestigt werden, allerdings haben Crash- und Bremstests mit Dummys bewiesen, dass die zweite Sitzreihe der sicherste Platz im Auto für den Nachwuchs ist. Der Schutzfaktor für Kopf- und Nackenbereich lässt sich nochmals erhöhen, wenn die Zwerge rückwärtsgerichtet fahren. Experten raten daher, Kinder nur im Ausnahmefall und wenn nicht anders möglich, vorne zu transportieren.

 

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