
Wissenswertes für werdende Mütter beim Autofahren.
Autofahren mit Babybauch, das kann schon mal schwierig werden, insbesondere in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft. Nicht nur, dass werdende Mütter deutlich mehr Platz im Auto für sich benötigen, irgendwie will der Sicherheitsgurt auch nicht optimal sitzen. Zudem stellen sich viele Schwangere die Frage, ob der Autogurt gefährlich ist fürs Baby und es einengt. Die Antwort lautet ganz einfach: Nein, denn vielmehr schützt der Sicherheitsgurt die Mutter und das Ungeborene vor schlimmen Verletzungen, die bei heftigen Bremsmanövern oder bei einem Unfall entstehen können. Der Airbag allein kann dies nicht leisten. Zudem löst er in aller Regel nur bei einem Aufprall des Fahrzeugs aus.
Wichtig zu wissen ist ebenfalls, dass die Gurtpflicht für jeden Insassen gilt – auch für Schwangere.
Autofahren in der Schwangerschaft – ist das möglich?
Selbstverständlich können und dürfen Frauen während ihrer Schwangerschaft selbst Autofahren, solange sie sich dazu fit fühlen und keine gesundheitlichen Risiken dagegen sprechen. Wer unsicher ist, kann die betreuende Ärztin oder den Arzt um eine Einschätzung bitten. Fahrten bei Müdigkeit, Schwindelgefühl oder auftretender Übelkeit sollten Schwangere wenn möglich jedoch vermeiden.
Was müssen Schwangere beim Fahren beachten?
Im Grunde gelten für werdende Mütter die gleichen Regeln wie für jeden anderen auch. Generell gilt, wer sich krank fühlt, gehört nicht hinters Steuer! Die eigene Sicherheit und die der Mitfahrenden sowie der anderen Verkehrsteilnehmer geht vor. Kann die Fahrt in einer solchen Situation nicht verschoben werden, sollte jemand anderes fahren. Darüber hinaus kommt es auf die richtige Sitzposition im Auto an, damit das Fahrzeug sicher geführt werden kann. Bereits in der Fahrschule lernen wir, wie wir Sitz, Spiegel und Lenkrad bestmöglich einstellen. In der Schwangerschaft – und mit plötzlich viel mehr Umfang – müssen die bisherigen Einstellungen verändert werden:
Sitz optimal einstellen.
Damit Autotouren mit Babybauch so unkompliziert wie möglich verlaufen, sollten Fahrer- oder Beifahrersitz der neuen körperlichen Situation angepasst werden. Da der Sitz häufig weiter nach hinten geschoben werden muss, empfiehlt es sich, die Rückenlehne möglichst steil zu stellen. So können Schwangere das Lenkrad besser erreichen und die Fußpedale noch durchtreten. Dabei sollte der Bauch ausreichend Abstand zum Steuer haben.
Gurt Schwangerschaft: auf die Gurtführung achten.
Gurt und Schwangerschaft schließen sich nicht aus. Beim Anschnallen ist es wichtig, dass der Beckengurt unterhalb des Bauches verläuft und eng über dem Becken anliegt. Der Schultergurt liegt idealerweise zwischen den Brüsten. In vielen Fahrzeugen lässt sich hierzu der Dreipunktgurt höhenverstellen. So sind Mutter und Baby in Gefahrensituationen optimal geschützt und der Gurt kann das Kleine nicht einklemmen.
Allgemeine Tipps für Schwangere im Auto.
- Nur selbst fahren, wenn fit und konzentriert.
- Angurten! Auch für Schwangere gilt die Anschnallpflicht.
- Entspannt an die Sache rangehen, nicht nervös werden.
- Autositz und Gurt optimal einstellen.
Schwangerschaftsgurt – was ist das?
Damit insbesondere der Beckengurt in der gewünschten Position bleibt, kann ein sogenannter Schwangerschaftsgurt fürs Auto unterstützen. Dabei handelt es sich um ein Kissen, das auf den Autositz gelegt wird. An der Vorderseite besitzt das Polster eine Lasche, die zwischen den Beinen zum Beckengurt geführt und dort fixiert wird. Durch das eigene Körpergewicht wird der Autogurt nach unten gezogen. Zusätzliche Haltegurte sorgen dafür, dass das Sitzkissen nicht verrutschen kann.
Je nach Ausführung sind solche Sitzkissen jedoch nicht unbedingt zugelassen, da sie die Sicherheit beeinträchtigen können. Sie eignen sich überdies nur für Schwangere, die Hosen tragen, bei Röcken oder Kleider sind Schwangerschafts-Gurte und ähnliche Gurtführungssysteme eher unpraktisch.
Tipps für die lange Autofahrt während der Schwangerschaft.
Je mehr die Schwangerschaft voranschreitet und der Geburtstermin näher rückt, desto beschwerlicher wird allgemein das Sitzen und Fahren im Auto. Dann sollten werdende Mamas längere Autofahrten eher meiden oder regelmäßige Pausen einplanen. Ein kleiner Spaziergang oder Lockerungsübungen helfen dabei, den Körper wieder zu entspannen. Hier noch einige zusätzliche Tipps und Hinweise:
- Keine Müdigkeit, Schwindel oder Übelkeit beim Fahren.
- Auf einen günstigen Gurtverlauf achten.
- Bei Nutzung eines Schwangerschaftsgurts, diesen mit den Haltebändern am Sitz fixieren.
- Wenn möglich auf dem Beifahrersitz oder hinten sitzen, weil das Lenkrad bei einem Unfall gegen den Bauch drücken könnte. Auf den Abstand achten.
- Bei Unfall oder Unsicherheit mit einem Arzt sprechen.
- Bei langen Fahrten im dritten Trimester entlang der Route zuvor die Standorte von Geburtskliniken erkunden und für Notfälle im Smartphone speichern.
Fazit: Autogurt Schwangerschaft? Kein Problem!
Mit dem Babybauch Auto zu fahren ist zwar etwas komplizierter, aber machbar, wenn die Mamas in spe einige Punkte beachten. Sitzt der Fahrzeuggurt an der richtigen Stelle, schützt er Mutter und Kind optimal in Gefahrensituationen. So ist Autofahren in der Schwangerschaft kein Problem.