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Ab wann Kindersitz? Mit Mini unterwegs im Auto.

 

Wir klären, welcher Kindersitz für welches Alter geeignet ist.

Insbesondere beim ersten Kind möchten junge Eltern alles richtig machen und legen großen Wert auf die passende Ausstattung. Das betrifft auch den Transport im Auto. Schließlich soll es Mini ja bequem haben und bestens geschützt sein. Doch bei der großen Auswahl an Kindersitzen ist guter Rat teuer und Eltern stellen sich viele Fragen: Brauchen wir nach der Geburt erst noch eine Babyschale? Ab wann Kindersitz? Und wann auf die nächste Größe wechseln? Unser heutiger Beitrag gibt die Antworten auf diese und weitere Punkte.

Neben Komfort und Sicherheit ist es wichtig zu wissen, dass es für Kinder seit 1993 eine gesetzliche Kindersitzpflicht gibt, wenn diese gemeinsam mit uns im Auto fahren. Diese Vorgabe dient in erster Linie dem Schutz der Kleinen, die ein Bremsmanöver oder einen Unfall möglichst unbeschadet überstehen sollen. Und der Dreipunktgurt des Fahrzeugs passt den kleinen Passagieren noch nicht.

 

Kindersitz wann welcher?

Bei der Frage „ab wann Kindersitz“ und „wann welcher“ ist ein Aspekt von großer Wichtigkeit: Er muss zum Kind passen! Im Handel sind daher viele verschieden Ausführungen erhältlich, die sich entweder nach dem Gewicht (nach ECE R44/04) oder der Körpergröße (nach ECE R129 oder i-Size) des Kindes richten. Auf diese Weise lässt sich problemlos das ideale Auto-Rückhaltesystem für den Nachwuchs finden.

Grob können die Kindersitztypen in folgende Altersgruppen unterteilt werden.

  1. Babyschalen ab Geburt
  2. Reboarder ab Geburt (häufig mitwachsend)
  3. Kindersitze ab 1 Jahr
  4. Kindersitze ab 3 Jahren
  5. Sitzerhöhungen 

 

Die Kindersitz-Normen ECE R44/04 und i-Size (ECE R129).

In Deutschland und vielen Ländern der Europäischen Union (EU) sind zwei verschiedene Kindersitznormen zugelassen: Die Norm ECE R44, welche Autositze nach Gewichtsklassen einteilt und die Regel ECE R129, die nach Körpergröße bemessen ist. Sie wird auch i-Size genannt.

 

Fünf unterschiedliche ECE-Gruppen.

Anders verhält es sich bei der ECE R44-Norm. Hier gibt es fünf verschiedene Gewichtsgruppen, die jeweils auf dem Etikett angegeben sind. Gruppe 0 und 0+ sind für Babys ab der Geburt zugelassen. Gruppe 0 reicht bis 10 Kilogramm und Gruppe 0+ bis 13 Kilogramm. ECE-Gruppe 1 ist für Kleinkinder von 9 bis 18 Kilo geeignet. Gruppe 2 gilt für die Kleinen von 15 bis 25 Kilogramm und Gruppe 3 umfasst den Gewichtsbereich von 22 bis 36 Kilogramm. Da kein Kind wie das andere ist, überschneiden sich die Klassen jeweils etwas.

 

Wie lange benötigen Kinder ein Rückhaltesystem?

Ganz gleich ob ECE R44 oder i-Size – bis zum zwölften Lebensjahr oder einer Körpergröße von 150 Zentimetern ist für Kinder eine Rückhaltevorrichtung im Auto vorgeschrieben. Seit einigen Jahren ist zudem vorgeschrieben, dass Minis unter 15 Monaten und 76 Zentimetern (nach i-Size) oder neun Kilogramm (nach ECE R44/04) grundsätzlich rückwärtsgerichtet fahren müssen. Die sogenannten Reboarder erhöhen deutlich die Sicherheit im Fahrzeug. Daher raten Experten dazu, Kleinkinder bis mindestens zwei Jahre rückwärtsfahren zu lassen.

Prüfplakette ECE R44/04


Ab wann darf das Neugeborene im Auto transportiert werden?

Bereits ab der Geburt dürfen Babys im Auto mitgenommen werden. Doch gleich von der ersten Fahrt an gilt: nur mit Rückhaltesystem! Für die meisten Neugeborenen ist dies der Weg vom Krankenhaus nach Hause oder bei Hausgeburten zum Kinderarzt. Deshalb sollten Eltern sich bereits lange vor dem Geburtstermin Gedanken zur Erstausstattung machen, sodass ein passender Autositz bereitsteht, wenn das Krümelchen auf der Welt ist.

Achtung: Insbesondere bei Neugeborenen sollte es sich bei den Fahrten nur um kurze Strecken handeln.

Häufig greifen Eltern in dieser Situation zur Babyschale. Denn die bietet den Kleinsten nicht nur viel Komfort und einen guten Schutz, sondern ist durch den integrierten Tragegriff auch noch besonders praktisch. Außerdem kann sie beim Einkauf im Supermarkt mitgenommen werden oder zum Besuch bei den Großeltern. Wer jedoch einen Kindersitz bevorzugt, der findet im Handel ebenfalls Modelle, die ab der Geburt geeignet sind. Durch einstellbare Ruhepositionen sind sie ebenso komfortabel und sicher wie Babyschalen.

 

Kindersitz nach Babyschale – wann darf/sollte gewechselt werden?

Wenn es doch zunächst lieber eine Babyschale sein soll, sollte diese genutzt werden, bis der Sprössling mind. 15 Monate alt ist und 76 Zentimeter groß (i-Size) oder mind. 9 kg schwer. Ab einem Gewicht von 9 kg dürfte nach der Norm ECE R44/04 in einen vorwärtsgerichteten Sitz gewechselt werden. Zu diesem Zeitpunkt werden Babyschalen meist zu klein und ein Kleinkindsitz muss her. Es kann auch vorkommen, dass sich die Kleinen schon vorher in der Schale unwohl fühlen und nicht mehr so viel schlafen wie anfangs. Wenn die Minis erst einmal von allein sitzen können, bevorzugen sie sowieso eine aufrechtere Sitzposition, die Autokindersitze bieten. Die Frage, wann von der Babyschale zum Kindersitz gewechselt werden soll, lässt sich einfach beantworten. Ist die Schale nach ECE R44-Regel zugelassen, besitzt sie ein Maximalgewicht, das nicht wesentlich überschritten werden sollte. Sofern die Babyschale der i-Size-Norm folgt, gilt dagegen eine Maximalgröße. Ist der eine oder andere Wert erreicht, wird ein Kindersitz benötigt. Die jeweilige Angabe findet sich auf der Prüfplakette. Eine einfache Faustregel besagt auch: Ragt der Kopf des Kindes deutlich über die Babyschale hinaus, ist sie zu klein geworden.

 

Mitwachsende Kindersitze sind eine gute und unkomplizierte Alternative.

Wer nicht bei jedem Wachstumsschub des Sprösslings ein neues System anschaffen möchte, kann gleich zu einem mitwachsenden Kindersitz greifen. Die flexiblen Sitze eignen sich bereits für Säuglinge und sind ebenfalls in unterschiedlichen Größen und Normen erhältlich. Durch anpassbare Einlagen, verstellbare Gurte und vielfach ausfahrbare Kopfstützen lassen sie sich individuell den Proportionen des Kindes anpassen. Dazu bieten sie oft einstellbare Ruhepositionen für das Nickerchen während der Fahrt und können vielfach wahlweise rückwärts- oder vorwärtsgerichtet eingebaut werden. Der Vorteil mitwachsender Kindersitze ist, dass sie in der Regel gleich mehrere Größen auf einmal abdecken. Bei Osann sind sogar Kindersitze im Programm, die den Nachwuchs vom allerersten Ausflug bis zum Ende der Kindersitzpflicht begleiten.

 

Fazit: Ab wann Kindersitz ist eine Frage des Wachstums.

Die Frage, "Ab wann Kindersitz?", ist also von verschiedenen Faktoren abhängig. Fast immer lässt sich die Antwort von der körperlichen Entwicklung der Minis ableiten. Entscheidend ist, dass es die Kleinen gemütlich haben und sie durch die Polster bestmöglich geschützt sind. Babyschale oder Kindersitz sollten daher perfekt zum Kind passen, sodass insbesondere der Kopf nicht übersteht, sondern eher noch zweifingerbreit "Luft " nach oben hat. Dabei stellen mitwachsende Kindersitze dank vielfältiger Anpassungsmöglichkeiten eine echte Alternative zum häufigen Sitzwechsel dar.

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