Tel: +49 (0)7731 9700 77
info@osann.de
Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschland!

Kindersitz mit Fangkörper: Die Vor- und Nachteile

Fangkörper-Kindersitz

 

Kindersitz-Sicherheit: Wie sicher ist ein Fangkörpersitz?  

 

Die Auswahl des richtigen Kindersitzes ist für Eltern oft schwierig. Neben unterschiedlichen Gewichts- oder Größennormen besitzen die Rückhaltesysteme auch noch verschiedene Befestigungsarten. Zudem sind viele Kinderautositze mit einem eigenen Fünf-Punkt-Gurtsystem für den Nachwuchs ausgestattet, während andere den Drei-Punkt-Gurt des Autos nutzen. Und dann gibt es auch noch Kindersitze mit Fangkörper. Doch was genau verbirgt sich dahinter? Unser Beitrag klärt außerdem die Fragen: Ist ein Fangkörper-Sitz sicher? Wie funktioniert er und was sind seine Vorteile?

 

Was ist eigentlich ein Kindersitz mit Fangkörper?

 

Auf den ersten Blick sieht ein Kindersitz mit Fangkörper aus wie eine typische Auto-Rückhalteeinrichtung. Im Unterschied zu anderen Systemen verfügt es jedoch über ein dick gepolstertes Sicherheitskissen, das vor Bauch und Brust der Minis liegt – der sogenannte Fangkörper. Dadurch kommt der Sitz ganz ohne eigenen Gurt aus, denn diese Funktion übernimmt bereits die Konstruktion.

  • Das Ein- und Aussteigen ist bei einem Kindersitz mit Fangkörper anfangs nicht ganz einfach, doch mit ein wenig Übung wird es zum Kinderspiel.

 

Welche Besonderheit haben Fangkörpersitze?

 

Durch den Fangkörper werden die Kleinen ähnlich wie beim Anschnallen fest im Sitz gehalten – doch ihr Körper wird nicht wie bei einem Gurtsystem an der Rückenlehne fixiert. Kindersitze mit Fangkörper sind mit und ohne Isofix-Konnektoren (ausfahrbare Befestigungsarme) erhältlich. Zusätzlich werden sie mit dem Drei-Punkt-Gurt gesichert. Hierfür besitzen Sitzschale und Fangkörper entsprechende Führungen.

Hinweis: Durch die spezielle Gurtführung können Fangkörper-Kindersitze nur vorwärtsgerichtet im Auto montiert werden.

 

Wie verhält sich ein Kindersitz-Fangkörper ohne Gurt bei Kräfteeinwirkung?

 

Der Fangkörper hat die Aufgabe, die noch sehr empfindliche Kopf- und Nackenmuskulatur des Kindes zu schützen. Insbesondere bei heftigen Bremsmanövern oder einem Frontalunfall wirken hohe Kräfte auf den Halswirbelbereich. Das speziell entwickelte System des Fangkörperkissens wirkt sich positiv auf die Kräfteverteilung aus. Kopf und Oberkörper werden sanft aufgefangen. Es ist in der Lage, plötzlich auftretende Kräfte großflächig zu verteilen, statt punktuell wie bei einem Gurtsystem.

 

Wie lange kann ein Kindersitz-Fangkörper genutzt werden?

 

Ein Autositz mit Fangkörper ist für Kinder ab 9 Kilogramm geeignet und kann bis zu einem Gewicht von 18 Kilogramm eingesetzt werden. Das entspricht der Gruppe 1 der Kindersitznorm ECE R44/04. Sind Emma oder Paul älter, kann der Kindersitz bei noch passender Größe zwar weiter genutzt werden, jedoch nur ohne Fangkörper. Die Sicherung des Nachwuchses erfolgt dann ausschließlich über den Drei-Punkt-Gurt des Autositzes.

Das hat den Hintergrund, dass sich Körpergewicht und Proportionen von Kleinkindern ab 18 Kilogramm (etwa vier Jahren) grundlegend verändern. Durch die höheren Belastungen kann der Fangkörper unter Umständen versagen und dadurch die Kleinen nicht mehr ausreichend schützen.

 

Reboarder oder Fangkörper, was ist sicherer?

 

Wie bereits erwähnt, können Kindersitze mit Fangkörper nur vorwärtsgerichtet im Auto befestigt werden. Durch ihre spezielle Bauweise ist keine Montage gegen die Fahrtrichtung möglich. Es ist jedoch gesetzlich vorgeschrieben, Kinder bis zu einem Alter von mindestens 15 Monaten (i-Size) oder 9 Kilogramm Körpergewicht (ECE R44/04) ausschließlich rückwärtsgerichtet (reboard) mitfahren zu lassen.

Reboarder haben den großen Vorteil, dass die Körper der Sprösslinge beim Bremsen oder bei einem Frontalaufprall nach hinten gegen die Rückenlehne des Kindersitzes gedrückt werden. Damit wird das für Kleinkinder so gefährliche Vornüberfallen von Kopf und Oberkörper effektiv vermieden. Die einwirkenden Kräfte werden über den gesamten Rücken des Kindes direkt in die Sitzschale abgeleitet. Dadurch wird die empfindliche Halswirbelsäule nahezu keiner Belastung ausgesetzt.

Fazit: Für die ersten Monate der Kleinen muss nach den Kindersitz-Normen i-Size und ECE R44/04 auf einen Reboarder-Kindersitz zurückgegriffen werden!

 

Kindersitz mit Fangkörper als Alternative zum 5-Punkt-Gurt-Modell?

 

Im direkten Vergleich mit vorwärtsgerichteten Kinderautositzen, die über einen integrierten Fünf-Punkt-Gurt verfügen, stellen Fangkörper-Kindersitze eine optimale Alternativlösung dar. Die Gurte halten den Nachwuchs gut im Sitz fixiert, dennoch bringt die gleichmäßige Kräfteverteilung einige Vorteile mit sich. Der Fangkörper kann ein Nachvornefallen des Kopf- und Schulterbereichs sehr gut verhindern. Dieser fängt die Vorwärtsbewegung des Kindes sofort auf, bevor es zu bösen Verletzungen kommen kann.

Fazit: Bei Kleinkindern mit einem Gewicht von 9 bis 18 Kilogramm bietet der Fangkörpersitz eine gute Alternative zu vorwärtsgerichteten Kindersitzen mit Gurtmodell.

 

Ist ein Kindersitz mit Fangkörper für alle Kinder geeignet?

 

Abgesehen von der Altersbeschränkung kann ein Fangkörpersitz von allen Kindern gleichermaßen genutzt werden. Doch nicht jedes Kind ist gleich. Der Fangkörper schränkt die Bewegung ein und einige mögen es gar nicht, so beengt zu sitzen. Das kann insbesondere bei längeren Fahrten zu Stress führen. Eltern sollten auch bedenken, dass sich speziell im Sommer die Wärme unter dem Polster stauen kann. Andere empfinden das Sicherheitskissen hingegen als urgemütlich und nutzen es gerne als Tischchen für das Spielzeug.

Tipp: Um herauszufinden, ob sich der Nachwuchs in einem Fangkörpersitz wohlfühlt, sollte der oder die Kleine Gelegenheit zum ausgiebigen Probesitzen beim Kauf bekommen.

 

Osann Kindersitz mit Fangkörper: Der Jazzi PS bis 12 Jahre

 

Der Hersteller Osann hat einen Fangkörper-Kindersitz im Programm, der Jungen und Mädchen von 9 bis 36 Kilogramm begleiten kann. Das Modell Jazzi PS ist im zeitlos-modernen Design gehalten und so konzipiert, dass er bis zum Ende der Kindersitzpflicht genutzt werden kann. Für Kinder mit einem Körpergewicht von 9-18 Kilogramm lässt sich der Sitz mit dem integrierten Fangkörpersystem verwenden und bietet damit maximale Sicherheit beim vorwärtsgerichteten Fahren. Mit wenigen Handgriffen lässt sich der Fangkörper ausbauen, sobald das Kind 18 Kilogramm schwer ist. Gesichert wird es dann mit dem Drei-Punkt-Gurt des Autositzes.

Darüber hinaus bietet der Kindersitz Jazzi PS den kleinen Passagieren allen Komfort: Er verfügt über eine angenehm gepolsterte Sitzschale, die mit nach vorne gezogenen Flanken einen optimalen Seitenaufprallschutz besitzt. Eine siebenfach höhenverstellbare Kopfstütze sorgt dafür, dass der Sitz ganz einfach mit den Anforderungen der Knirpse mitwächst.

Erweitert wird der Sitzkomfort durch gemütliche Armlehnen und eine zusätzlich einstellbare Ruheposition. Ausgestattet ist der Fangkörpersitz Jazzi PS mit einem sicheren Isofix-Befestigungssystem und einer optimierten Gurtführung im Bereich der Kopfstütze und des Beckens. Als besonderes Feature bietet der Osann Kindersitz einen beidseitig montierbaren Becherhalter. So ist die Trinkflasche immer griffbereit.

 

Fazit: Kindersitze mit Fangkörper bieten viel Sicherheit beim Vorwärtsfahren

 

Wollen Kleinkinder zwischen 9 und 18 Kilogramm partout nicht mehr rückwärts im Auto transportiert werden, bietet ein Fangkörper-Kindersitz maximale Sicherheit. Das durchdachte System ist in der Lage, in Extremsituationen schwere Verletzungen im Kopf- und Nackenbereich zu verhindern. Viele Minis genießen es, sich in die weichen Polster zu kuscheln und das Köpfchen auf dem Sicherheitskissen auszuruhen. Somit steht dem gemütlichen Nickerchen während der Fahrt nichts mehr im Weg.

Newsletter